29 Juni 2008

Sohlental und Kastental

Geschrieben von reinxen under: Grundlegende Talformen .

Vollführt ein Fluss sowohl Tiefen- als auch Seitenerosion, entsteht eine deutlich ausgebildete Talsohle.

Der Fluss füllt damit den Talgrund nicht mehr vollständig aus.

Je nach dem Vorkommen oder Fehlen von Denudation unterscheidet man Sohlentäler mit Hängen als Begrenzung oder Kastentäler, die von Wänden begrenzt werden.

Lässt die einschneidende Wirkung des Wassers nach, entstehen breitere Talformen. Aus einem Kerbtal entwickelt sich dann ein Sohlental; ein kastenförmiges Tal mit einer breiten Talsohle.

Während die Abtragungskraft des Flusses nach unten hin schwächer wird, bleiben die Kräfte der Seitenerosion weiterhin aktiv. Die Hänge verwittern und flachen ab.

Das Wasser besitzt nicht mehr genügend Kraft, um die angesammelten Sedimente abzutransportieren. Das Geröll häuft sich am Grund des Tals auf.

Der Flusslauf nimmt nun nicht mehr die gesamte Fläche des kastenförmigen Talgrundes ein.

Zwischen Klamm, Kerbtal und den Sohlen-/Kastentälern bestehen Übergangstypen, die man als Kerbsohlental oder Sohlenkerbtal bezeichnet.

Sohlental - ElsebachtalBei einem Sohlental überwiegt die Seitenerosion gegenüber der Tiefenerosion. Dadurch werden die Hänge zurückverlegt und der Talboden reichert sich mit Boden- und Gesteinsmaterial an.

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