29Juni2008

Engtal

Veröffentlicht von reinxen unter: Spezielle Talformen.

Ein Engtal ist der Überbegriff für ein Tal mit einem sehr schmalen Talboden (Anhaltswert: höchstens doppelte Gewässerbreite).

EngtalDie Talflanken enden in der Regel unmittelbar am Gewässer. Der Querschnitt ist V-förmig oder steil U-förmig. Das Gewässer hat von Natur aus praktisch keine Bewegungsfreiheit im Talgrund. Schlucht, Canyon, Tobel, Klamm, Kerbtal und Wadi sind demnach Engtäler.

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29Juni2008

Stubaital

Veröffentlicht von reinxen unter: Tiroler Täler.

Das breite Stubaital zählt zu den schönsten Hochgebirgstälern Tirols. Am Eingang des Tales erheben sich wuchtige Kalkmassive. Im hinteren Tal steigen die Gneis- und Granitgipfel mit 109 Dreitausendern bis zum ewigen Eis empor. Viele Gletscher bilden auf 15 Quadratkilometern ein großes Gletscherskigebiet. Gemeinsam mit den Anlagen in den übrigen drei Revieren laufen talweit 42 Bahnen und Lifte.

Megastarker Aprés Ski und urige Hüttengaudi machen das Stubaital zum heißen Tipp für Winterfans. Ein Tal das Sport und Nightlife in einer traumhaften Natur bietetDas Stubaital ist ein Alpental im österreichischen Bundesland Tirol. Es ist das zentrale Tal der Stubaier Alpen, durch welches die Ruetz fließt.

Das etwa 30 km lange Tal verläuft von Schönberg im Stubaital südwestlich. Bis Fulpmes liegen die Siedlungen beiderseits auf Terrassen oberhalb der Schlucht der Ruetz, bei Fulpmes vereinen sich die Terrassen zum Talboden. Südlich von Neustift, dem Hauptort des Tales, verzweigt sich das Tal in das Pinnis-, Unterberg- und Oberbergtal. Am Talschluss des Unterbergtals liegt das Skigebiet Stubaier Gletscher.

Der höchste Berg der Stubaier Alpen ist das Zuckerhütl mit 3.505m.

Die Gemeinden Schönberg, Mieders, Telfes, Fulpmes und Neustift liegen im Stubaital.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Stubaital von Innsbruck aus entweder mit der Autobuslinie Stubai (Linie St der IVB) oder der Stubaitalbahn erreichbar. Von München aus ist das Tal in etwa 90 Min mit dem Auto erreichbar.

3,5 km südlich der Ortschaft Ranalt ist der Grawa-Wasserfall zu besichtigen.

Rund um das Stubaital verläuft der Stubaier Höhenweg

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29Juni2008

Gurgltal

Veröffentlicht von reinxen unter: Tiroler Täler.

Im Herzen Tirols lebt die Region Imst-Gurgltal die ganze Vielfalt alpiner Leichtigkeit aus

Das Gurgltal ist ein breites Seitental des Oberinntals in Tirol, das bei Imst nach Norden abzweigt. Es wird vom Gurglbach durchflossen, der bei Imst in den Inn mündet. Im Tal liegen die Orte Tarrenz und Nassereith, letzterer am Ende des Tals. Weiter nach Norden schließt sich der Fernpass an.

Das Tal wurde in der Eiszeit von einem Seitenarm des Inntalgletschers ausgeschürft, dessen Zunge bis nach Garmisch-Partenkirchen reichte. Während der Eiszeiten wurden 150 m mächtige Bändertone abgelagert, die den Talboden wasserdicht abschließen.

Sie haben einen fantastischen Ausblick auf die umliegende Bergwelt und auf das wunderschöne Gurgltal.Der Talboden wird hauptsächlich als Wiese genutzt. Charakteristisch sind die vielen, verstreuten Heustadel am Talboden. Sie kamen dadurch zustande, dass der Grund bei jedem neuen Erbfall unter den Erben aufgeteilt wurde. Das verhinderte auch eine intensive Bewirtschaftung mit Maschinen und so ist die Landwirtschaft noch weitgehend naturnah geblieben.

Der Talboden war einst wegen des Abschlusses durch die ein weitläufiges Sumpfgebiet, und heute noch gibt es einige Niedermoore und Feuchtwiesen. Diese Kulturlandschaft bietet zahlreichen Pflanzenarten und Vögeln einen Lebensraum und konnte bisher vor größeren Eingriffen bewahrt werden. Zu den seltenen Tieren, die hier einen Lebensraum gefunden haben, gehören Birkenspinner, der Nagelfleck (Aglia tau), der Schwalbenschwanz (Papilio machaon), der Aurorafalter (Anthocharis cardamines), viele Libellenarten und der Deutsche Skorpion (Euscorpius germanus), der hier sein nördlichstes Verbreitungsgebiet hat.

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29Juni2008

Inntal

Veröffentlicht von reinxen unter: Tiroler Täler.

Vom Inn durchflossen, ist das Inntal ein von Südwesten nach Nordosten die Ostalpen durchquerendes Tal.

Es wird eingeteilt in das Ober- und Unterengadin im schweizerischen Kanton Graubünden, das Tiroler Oberinntal und Unterinntal und das bayerische Inntal, bevor es bei Rosenheim in das Alpenvorland übergeht. Gelegentlich wird das Inntal im Großraum Innsbruck auch als Mittelinntal bezeichnet, mehr in kultureller denn in geografischer Hinsicht.

InntalDas Inntal ist ein typisches Gletscher-Trogtal mit steilen Flanken und entsprechend dem einst mächtigen eiszeitlichen Inn-Gletscher hoch liegenden Schultern. Auch nach dem Austritt aus den Alpen bei Fischbach ist das Inntal bis über Wasserburg am Inn hinaus geprägt durch den Inn-Gletscher, der hier das Rosenheimer Becken ausgehoben hat und an dessen Rand hohe Endmoränen hinterlassen hat.

Das Inntal bietet im Oberlauf vielfältige Möglichkeiten für den Wassersport, vor allem für Wildwasserpaddeln und Rafting, auf den Oberengadiner Seen (Silsersee, Silvaplanersee und St. Moritzersee) auch für Windsurfen.

Den Inndamm begleitet auf weiten Strecken ein Radweg, der auch für ausgedehnte Radtouren geeignet ist. Entlang des Inn liegen viele Baggerseen, die durch Kiesgewinnung entstanden sind. Zwischen Kufstein und Oberaudorf/Niederndorf verkehren linienmäßig Personenschifffe. Um die Geschichte des Inn und der Innschifffahrt zu dokumentieren, wurde in Rosenheim das Inn-Museum eingerichtet.

Da es im Inntal über den Inn früher nur wenige Brücken gab und diese auch gebaut werden und repariert werden mussten, verlangte man Brückenzoll. So wurde zum Beispiel in Zams schon im Mittelalter den Fuhrwerken der Brückenzoll abverlangt.

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29Juni2008

Talentstehung

Veröffentlicht von reinxen unter: Talformen.

Linienhaft abfließende Wässer (Flüsse), die Material abtragen können (Erosion), führen zur Tieferlegung des Flussbettes. Es ist dabei unerheblich, ob die Tiefen- oder die Seitenerosion überwiegt. Mit der Tieferlegung des Flussbettes greift an den Talhängen (oder -wänden) die Denudation an. Damit werden auch die Talbegrenzungen abgetragen und tiefer gelegt, allerdings niemals tiefer als der Fluss. Aufgrund der unterschiedlichen Erosions- und Denudationstypen sowie der unterschiedlichen Abtragungsgeschwindigkeiten entstehen verschiedene Talformen.

Modifiziert wird die Talbildung durch die geologischen Lagerungsverhältnisse der Gesteine und eventuell vorhandene tektonische Prozesse (zum Beispiel Gebirgsbildung). Auch die klimatischen Verhältnisse, die die Abflussmenge und Verwitterungsintensität maßgeblich beeinflussen, haben einen deutlichen Einfluss auf die Talbildung.

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29Juni2008

Muldental

Veröffentlicht von reinxen unter: Grundlegende Talformen.

Muldental
Eine sehr weit verbreitete Talform ist das Muldental. Dem Fluss werden von der Flächenabtragung an den Hängen mehr Gesteinsbrocken zugeführt, als das Wasser wegspülen kann.
Die Folge: immer mehr Geröll bleibt in der Talsohle liegen und bildet einen weichen Übergang zwischen Talsohle und Talwänden. Der Fluss sucht sich seinen Weg und verläuft im tiefsten Punkt der Mulde.

Muldentäler bilden sich in Gebieten mit starker Denudation.

Sowohl die Tiefen- als auch die Seitenerosion treten dagegen zurück.

Die kräftige Hangabtragung führt zu flachen Talhängen.

Der Übergang zum eigentlichen Talgrund ist undeutlich.

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29Juni2008

Kaunertal

Veröffentlicht von reinxen unter: Tiroler Täler.

Das Kaunertal ist ein Tal im österreichischen Bundesland Tirol. Bei Prutz zweigt es vom Oberinntal ab und wendet sich dem Gepatschferner, dem zweitgrößten österreichischen Gletscher zu. Das Tal ist als Naturpark unter Schutz gestellt.

Blick ins KaunertalDurchzogen wird es vom Faggenbach, der zentrale Ort des Tales ist Feichten in der Gemeinde Kaunertal. Die mautpflichtige Kaunertaler Gletscherstraße führt am Gepatschspeicher vorbei und durch hochalpines Gelände bis an den Rand des Weißseeferners. Das Ende der Straße liegt auf 2.750 m ü. A., im Sommer ist die Gletscherstraße beliebtes Ziel für Motorradfahrer. Skifahren ist auf dem durch die Gletscherschmelze zurückweichenden Ferner vom Herbst bis zum Frühsommer möglich.

Beim Ort Feichten zweigt vom Kaunertal das Verpeiltal ab, in dem die Verpeilhütte liegt. Auch dieses Gebiet bietet Möglichkeiten zum Bergwandern, Skibergsteigen oder zum Klettern.

Das Kaunertaler Gletscherskigebiet wurde im Jahre 1980 eröffnet. Das ganze Jahr hindurch – auch in den Sommermonaten – fasziniert die Gletscherwelt des hinteren Kaunertales unsere Gäste.

Das Naturparkprojekt Kaunergrat gibt es seit 1999, im Juli 2003 wurde der Naturpark Kaunergrat offiziell anerkannt.

Gemeinden: Faggen, Kauns, Kaunerberg, Kaunertal.

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29Juni2008

Sohlental und Kastental

Veröffentlicht von reinxen unter: Grundlegende Talformen.

Vollführt ein Fluss sowohl Tiefen- als auch Seitenerosion, entsteht eine deutlich ausgebildete Talsohle.

Der Fluss füllt damit den Talgrund nicht mehr vollständig aus.

Je nach dem Vorkommen oder Fehlen von Denudation unterscheidet man Sohlentäler mit Hängen als Begrenzung oder Kastentäler, die von Wänden begrenzt werden.

Lässt die einschneidende Wirkung des Wassers nach, entstehen breitere Talformen. Aus einem Kerbtal entwickelt sich dann ein Sohlental; ein kastenförmiges Tal mit einer breiten Talsohle.

Während die Abtragungskraft des Flusses nach unten hin schwächer wird, bleiben die Kräfte der Seitenerosion weiterhin aktiv. Die Hänge verwittern und flachen ab.

Das Wasser besitzt nicht mehr genügend Kraft, um die angesammelten Sedimente abzutransportieren. Das Geröll häuft sich am Grund des Tals auf.

Der Flusslauf nimmt nun nicht mehr die gesamte Fläche des kastenförmigen Talgrundes ein.

Zwischen Klamm, Kerbtal und den Sohlen-/Kastentälern bestehen Übergangstypen, die man als Kerbsohlental oder Sohlenkerbtal bezeichnet.

Sohlental - ElsebachtalBei einem Sohlental überwiegt die Seitenerosion gegenüber der Tiefenerosion. Dadurch werden die Hänge zurückverlegt und der Talboden reichert sich mit Boden- und Gesteinsmaterial an.

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29Juni2008

Kerbtal

Veröffentlicht von reinxen unter: Grundlegende Talformen.

Schon die Dimension des über 10 km langen, 250 m tiefen Kerbtals ist beeindruckend

Kerbtäler (auf Grund ihrer häufigen vereinfacht-symmetrischen Talhänge auch V-Täler genannt) sind Täler, die sich vor allem in Mittel- und Hochgebirgen befinden.

Häufig sind sie an ihrer Sohle so schmal, dass sie als Engtal gelten können. Die entstehungsgleichen Kerbsohlentäler werden dagegen den Sohlentälern zugeordnet.

Kerbtäler entstehen bei stark überwiegender Tiefenerosion und gleichzeitig auftretender Denudation an den Talhängen.

Sie können sich nur in festem Gestein bilden und werden auf der Erde vor allem durch fließendes Wasser erodiert.

Im engeren Sinn ist es eine punktuell auftretende Talform. Im weiteren Sinne wird ein Tal gemeint, das in seinem Verlauf fast ausschließlich durch Tiefenerosion entstanden ist.

Ein Kerbtal erkennt man an dem V-förmigen Querschnitt des Tales. Die Kraft des Wassers wirkt sich nicht allein auf die Talsohle aus, sondern greift auch die Hänge des Tales an.

Tiefen- und Seitenerosion halten sich im Gleichgewicht. Das Gestein an den Hängen des Tales ist weniger standfest. Erdrutsche und Frostsprengungen schrägen die Talwände ab, sie verwittern.

Die Fließgeschwindigkeit des Wassers reicht aus, das anfallende Material wegzuspülen. Der Fluss nimmt die gesamte Breite der Talsohle ein.

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28Juni2008

Tobel

Veröffentlicht von reinxen unter: Grundlegende Talformen.

Ein Tobel ist ein tiefer Einschnitt in einem Steilhang im Oberlauf eines Wildbaches.

Vielerorts wird anstatt “Tobel” auch Dobel geschrieben. Der Ausdruck Tobel/Dobel wird häufig im westlichen Alpenvorland verwendet, insbesondere in der Ostschweiz, in Oberschwaben, im Allgäu und westlichen Tirol. Sehr zahlreich ist der Name im Schwarzwald vertreten, wo auch mehrere Siedlungen den Namen tragen; dagegen ist er auf der Schwäbischen Alb nur vereinzelt anzutreffen.

Der Artikel von Tobel/Dobel ist in Süddeutschland maskulin („Der Tobel“), in der Schweiz, in den südlichen Walsertälern des Piemont, in Vorarlberg sowie teilweise in anderen Gebieten Österreichs neutrum („Das Tobel“).

Der schweizerische Flurnamensforscher Paul Zinsli leitet in seinem Buch Ortsnamen die Herkunft des Namens von tubale aus lateinisch tubus „Röhre“ ab. Die alemannischen Einwanderer sollen diesen vulgär-lateinischen Namen von der ansässigen romanischen Bevölkerung als Lehnwort übernommen haben.

Auf Rätoromanisch wird der Tobel auch als Tavon bezeichnet, woher sich der Name Montafon für eine große Talschaft in Vorarlberg ableitet.

Tobel

Ein Tobel ist durch groben Gesteinsschutt oder Steinblöcke geprägt und entstand oft durch kurzzeitige, aber heftige Erosion entlang einer wasserführenden Runs oder durch einen Wildbach. Manche Tobel gehen auch auf plötzliche Schmelzwasserbäche aus eiszeitlichen Gletschern zurück, bzw. finden sich im Oberlauf von Bächen der Molassezone zwischen Hochrhein und Donau.

Ein Tobel entsteht typischerweise in Lockergestein und ist V-förmig ausgebildet, wobei die gegenüberliegenden Flanken je nach Gesteinshärte unterschiedliche Neigungen haben können.

Mit dem Tobel verwandt sind die Schluch und die Klamm, doch sind diese meist Einschnitte in ein Hartgestein. Dadurch sind sie sehr schmal und haben von oben bis unten keine große Breitenänderung.

Im Hochgebirge stellen Tobel häufig die Leitbahnen für Abgänge von Muren bzw. Lawinen dar, oder sie bilden sich als Graben unter einem Wasserfall aus. Wenn sie in ein größeres Tal einmünden, lagert sich das Geröll bzw. das Material von Erdrutschen meist als Schwemmkegel ab. Zusätzlich haben manche Tobel/Dobel die Tendenz, sich durch rezente Erosion immer mehr einzutiefen, was sogar durch moderne Wildbachverbauung nur schwer zu verhindern ist.

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