6Juli2008

Ötztal

Veröffentlicht von reinxen unter: Tiroler Täler.

Das Ötztal ist ein weiteres Seitental des Inntals im österreichischen Bundesland Tirol.

Das Ötztal - das schönste Urlaubstal Österreichs: Alle Vermieter, direkt buchbar, hier findet jeder die ideale Unterkunft! Das Ötztal ist ein in Nord-Süd-Richtung verlaufendes, 65 km langes Alpental. Es ist das längste Seitental des Inntals und das längste Quertal der Ostalpen. Das Tal trennt die Stubaier Alpen im Osten von den Ötztaler Alpen im Westen. Politisch gehört es zum Bezirk Imst. Der Name leitet sich vom Hauptort Oetz ab, der Gerichtsort war.

Etwa 45 km westlich von Innsbruck mündet die Ötztaler Ache in einer Bergsturzlandschaft des Tschirgant, zwischen Haiming und Roppen in etwa 670 m Seehöhe in den Inn. Der Ortsteil Ötztal-Bahnhof von Haiming entstand im Zuge des Baus der Arlbergbahn und bildet den Eingang zum Tal.

Die von den Gletschern gespeisten Zungen des eiszeitlichen Ötztalgletschers hobelten das Tal zu einem schmalen Trogtal aus, das durch mehrere Bergstürze in Stufen geteilt wurde. Die lange Talenge zwischen Längenfeld und Sölden teilt es in ein schneeärmeres Sommerfremdenverkehrsgebiet des äußeren Tals und ein Wintersportgebiet im inneren Tal.

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6Juli2008

Pitztal

Veröffentlicht von reinxen unter: Tiroler Täler.

Das Pitztal mündet zwischen Imst und Roppen, gegenüber dem Tschirgant, in das Inntal, das hier eine etwa 100 m tiefe Schlucht bildet.

Pitztal Pitztal Hochzeiger Bergbahnen Tirol Skigebiet Tiroler Wandergebiet Schigebiet Jerzens Österreich Europa Familienskigebiet Sommerurlaub Winterferien Geigenkamm, Kaunergrat und Wildgrat und wie sie alle heißen mögen, Höhenwege, Hochtouren, Hüttenwanderungen, Gletscherwanderungen – die Aussicht und das Panorama vom Gipfel sind ebenso reizvoll wie eine Hüttenrast. Auf den Almen des Tales kann man bäuerliche Tradition erleben: beim Buttern und Käsen ebenso wie beim gemütlichen Beisammensein bei den zahlreichen Almfesten.

Gerade in der Wanderzeit zeigt sich die Fauna und Flora von der schönsten Seite. Wandern Sie entlang von plätschernden Bächlein und genießen Sie den faszinierenden Blick in die Pitztaler Gletscherwelt. Der Anblick der Steinböcke, dem Wahrzeichen des Pitztals, in freier Natur ist keine Seltenheit.

Das Pitztal ist Teil des Naturpark Kaunergrat – Pitztal. Es erwartet Sie erlebbare Natur, Lehrpfade, Themenwege, geführte Wanderungen.

Das Pitztal wird von der Pitze (auch Pitzbach genannt) durchflossen.
Die Pitze bildet in ihrem unteren Verlauf eine Felsklamm.

Gemeinden im Pitztal sind Arzl im Pitztal, Wenns, Jerzens, St. Leonhard im Pitztal.
Das äußere Pitztal mit den Orten Arzl, Wald, Wenns und Jerzens bildet hier eher eine Mittelgebirgslandschaft. Am Fuß des Venet von Wenns zweigt die Verbindung über die Pillerhöhe in das Kaunertal ab. Dieses Gebiet wird auch Wenner Schmalzkessel genannt.

Von Jerzens südwärts verengt sich das Tal und wird zum Innerpitztal gerechnet. Es verläuft hier zwischen dem Kaunergrat, der im Westen auf etwa 30 km die Grenze zum Kaunertal bildet, und dem Geigenkamm im Osten zum nahezu parallel verlaufenden Ötztal. Das Tal steigt hier gleichmäßig an bis zum Fuß der Wildspitze, die zu den Ötztaler Alpen gerechnet wird. Bei Mittelberg in der Gemeinde St. Leonhard teilt sich das Tal in das Mittelberg- und das Taschachtal.

Lassen Sie sich im Sommer von den 3 Bergbahnen in alpine Höhenlagen bringen und erleben Sie das Tal der vielen Möglichkeiten aus der Vogelperspektive. Auf eigene Faust oder begleitet vom Club Alpin Imst – Pitztal stehen Wanderungen, Nordic Walking, mountainbiken, klettern, Canyoning, Rafting, Eis- und Felskurse, Paragleiten und reiten am Programm. Schwimmen, kneippen, Tennis spielen, fischen, Bogenschießen, Asphalt-Stockschießen und diverse Indoorangebote runden den Pitztalurlaub ab. Viele Leistungen sind für Pitztal-Gäste mit dem Pitztaler Freizeitpass gratis.

Tiroler Gastlichkeit auf über 1.000 m Seehöhe …

Almen, Jausenstationen und Hütten erwarten Sie mit deftigen Schmankerln, original Tiroler Küche und einem guten Schluck. Ob als Ziel, Rast oder als Übernachtungsmöglichkeit, die Hüttenwirte im Tal freuen sich auf die Bergwanderer aus Nah und Fern.

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3Juli2008

Gurglertal

Veröffentlicht von reinxen unter: Tiroler Täler.

Das Gurgler Tal, das Tal der Gurgler Ache, zweigt am Ende des Ötztals bei Zwieselstein nach Süden ab.

Das Gurgler Tal stellt damit mit dem an der gleichen Stelle abzweigenden Venter Tal die Fortsetzung des Ötztals dar.

Der letzte Ort im 10 Kilometern langen Gurgler Tal ist Obergurgl (1.927 m ü. A.) und das Talende bildet der Gurgler Ferner.

Gurglertal Der Gurgler Ferner in ein Gletscher in den Ötztaler Alpen in Tirol. Der Gurgler Ferner erstreckt sich derzeit über eine Fläche von 9.58 km² und ist damit mittlerweile nur noch der drittgrößte Gletscher Tirols nach dem Gepatsch- und dem Mittelbergferner, nachdem letzterer in den letzten Jahren etwas weniger vom Gletscherrückgang betroffen war.

Vom Gurgler Tal zweigt nach Osten das Timmelstal ab, das mit dem Timmelsjoch die Verbindung des Ötztals nach Südtirol darstellt.

Die Gurgler Ache (Länge ca. 16 km) entspringt aus dem Gurgler Ferner und durchfließt das Gurglertal, ein bekanntes Schigebiet (Hauptort Obergurgl).

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1Juli2008

Urstromtal

Veröffentlicht von reinxen unter: Spezielle Talformen.

Urstromtal ist die Bezeichnung für ein breites Tal im Nordeuropäischen Tiefland, das durch die Schmelzwässer der Gletscher während der Eiszeiten geschaffen wurde. Die Urstromtäler verlaufen in ostwestlicher Richtung.

Urstromtal Zusammen mit den aus den südlich angrenzenden Mittelgebirgen kommenden Flüssen strömten die Schmelzwässer parallel zum Eisrand nach Westen. Die Mittelläufe von Weser, Elbe, Oder und Weichsel sowie deren Nebenflüsse gehören zu den großen Urstromtälern im Norden Deutschlands und Polens.

Urstromtäler sind breite Talniederungen im nördlichen Mitteleuropa, die in den Eiszeiten beziehungsweise in den einzelnen Stadien einer Eiszeit am Rande des skandinavischen Inlandeises gebildet wurden und durch das mehr oder weniger eisrandparallele Abfließen der Schmelzwasser entstanden sind. Sie zählen zur Glazialen Serie.

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30Juni2008

Mäandertal

Veröffentlicht von reinxen unter: Spezielle Talformen.

Talmäander folgen dem Verlauf des Tals und formen es weiter.

Mit Mäander bezeichnet man die Schlingen, die sich in Flussabschnitten mit geringem Gefälle und gleichzeitig transportiertem Geschiebe (Sand, Kies, Steine), also im Allgemeinen im Unterlauf, bilden.

Wenn sich zwei benachbarte Schlingen berühren, nimmt das Wasser die entstandene Abkürzung und es bleibt ein Altwasser zurück, das mit der Zeit verlandet. Das vom Altwasser umgebene erhöhte Gebiet nennt man Umlaufberg.

Allerdings können sich an diesen Durchbruchstellen des Flusses je nach Größe des Höhenunterschieds zwischen Anfang und Ende des ehemaligen Flussbogens aufgrund des Gefälles größere oder kleinere Stromschnellen bilden. Diese führen zu einer rückschreitenden Erosion. Der Fluss gräbt sich mit der Zeit rückwärts, also auch oberhalb des Altwassers, tiefer ein. Das Altwasser wird dann weitgehend zu einem Trockental (z. B. Umlaufberg Etzhardt bei Mayschoß mit Trockental bei Altenburg im Ahrtal).

Maeander Die hier entstehenden Umlaufberge sind somit meist relativ hoch. Bei nachträglicher Geländehebung kann sich ein Fluss unter Beibehaltung der im Flachland erworbenen Schlingenform tief ins Gebirge einschneiden. Solche Zwangsmäander müssen jedoch nicht unbedingt durch eine „historisch vorgegebene“ Mäandrierung eingeleitet worden sein. So können sie auch aufgrund geologisch vorgegebener Formationen entstehen bzw. entstanden sein, wie beispielsweise der Mittelrhein oder die Mosel.

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30Juni2008

Trockentäler

Veröffentlicht von reinxen unter: Spezielle Talformen.

Trockentäler in Norddeutschland und auf der Schwäbischen und Fränkischen Alb.

In heute feuchten Klimaten gibt es auch Trockentäler, wenn die Bedingungen, die zur Entstehung des Tales geführt haben, nicht mehr gegeben sind.

Diese entstanden, als im Eiszeitalter das Niederschlagswasser aufgrund des damals vorhandenen Dauerfrostbodens nicht versickern konnte und zum oberirdischen Abluss gezwungen war.

Trockentäler sind durch die Erosion des Wassers geschaffene Täler, die nur noch über temporäre oder gar keine Fließgewässer mehr verfügen.

Hauptgründe:

* Änderungen des Klimas, vor allem zunehmende Trockenheit (Aridität).
* In humiden Gebieten wird Wasser unterirdisch abgeführt. Zwei Prozesse führen zur Bildung dieser Täler: der Karst und die Bildung periglazialer Täler.

TrockentalAllgemein sind Trockentäler Täler ohne Fließgewässer, die dennoch alle geomorphologischen Merkmale der Fluvialdynamik aufweisen.
Die häufigste Verbreitung von Trockentälern findet sich in den ariden und semiariden Regionen der Erde. Wadis in den Wüsten zählen ebenso dazu wie Arrojos oder Bajadas (spanisch), episodisch bis periodisch Wasser führende Schottertäler, oder die im Mittelmeergebiet weit verbreiteten Torrentes (italienisch), die nur nach starken Regenfällen oft den gesamten Talboden mit Wasser füllen.

Diese Erscheinungsformen zählen zu den so genannten intermittierenden Fließgewässern. In den mittleren Breiten tritt das Trockental als Vorzeitform vor allem als fossiles Schmelzwassertal der ehemals vergletscherten Gebiete in Erscheinung.

Ein weiterer Typ ist das trocken gefallene Umlauftal eines abgeschnürten Talmäanders, das den Umlaufberg umgibt. Das Trockental ist auch ein Hauptmerkmal von Karstgebieten. Durch die Tieferlegung der Erosionsbasis in durchlässigem Gestein ist der Grundwasserspiegel so weit gesunken, dass das Fließgewässer unterirdisch verläuft und die darüber liegenden Täler trocken fallen.

Die Täler in Karstgebieten können auch als Vorzeitformen entwickelt sein; in diesem Fall entstanden sie während der Eiszeiten, als der Untergrund gefroren war und keine Lösungsverwitterung im Kalk stattfinden konnte.

Ein Sonderfall sind die so genannten geköpften Trockentäler der Schichtstufenlandschaften (z. B. auf der Schwäbischen Alb). Diese Täler setzen am höher liegenden Rand der Stufe mit einer relativ großen Breite ein. Der Oberlauf des Tales, der einst vor dem heutigen Stufenrand lag, wurde durch rückschreitende Erosion bereits abgetragen.

Durch Menschen verursachte Trockentäler entstehen durch Eingriffe in den Wasserhaushalt infolge Trockenlegungen, Rodungen, Flussbegradigungen oder industrieller Wasserentnahmen.

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30Juni2008

Wadi

Veröffentlicht von reinxen unter: Spezielle Talformen.

Das Wadi ist ein nur episodisch wasserführendes Flussbett in Wüstengebieten. Normalerweise bezeichnet man das Trockental als Wadi aber oft wird so auch der Fluss bezeichnet. Ein Wadi führt nur nach starken Regenfällen Wasser, dann aber in recht großen Mengen. Wadis werden oft aus dem Regenwasser manchmal weit entfernter Gebirge gespeist. Diese Tatsache ist schon einigen Rucksacktouristen zum Verhängnis geworden.

Wadi WurrayahDer aus dem Arabischen stammende Ausdruck Wadi (arabisch وادي‎ ) bezeichnet ein Trockental in den Wüstengebieten Nordafrikas, Vorderasiens und teilweise Spaniens. Im Südwesten Afrikas werden solche Trockenflüsse Riviere genannt, in Australien Creeks und auf Spanisch Barranco.

Wadis führen nur nach starken Regenfällen vorübergehend Wasser. Wegen des meist schlagartigen Wasseranstiegs ist es lebensgefährlich, sich dort aufzuhalten.

Schlägt man nämlich sein Zelt in einem Wadi auf, ist es durchaus möglich, dass es im weit entfernten Ursprungsgebiet dieses Wadis geregnet hat und man dann im Schlaf von den einströmenden Wassermassen überrascht wird und ertrinkt. Solche episodisch auftretenden Fluten haben auch schon oft Wohnhäuser, Hotels, Supermärkte und andere Gebäude von der Landkarte gefegt, die achtlos in das Mündungsgebiet oder in das trockene Flussbett gebaut wurden. Auffällig ist, dass ein Saumriff, wie es rund um den Sinai existiert, nur an den Mündungsgebieten der Wadis Lücken aufweist.

Schuld daran sind große Mengen an Sand und Geröll, die die Wassermassen mit sich führen und die Korallen unter sich begraben. Oft werden auch illegal angelegte Müllkippen oder achtlos deponierter Bauschutt mit ins Meer gespült und tragen so zur Verschmutzung der Meere und Vergiftung der Korallenbänke bei. Das Bett eines Wadis ist häufig tief in den Untergrund eingeschnitten. Das Tal ist in der Regel kastenförmig, manchmal auch mit Terrassen angelegt. Wadis werden von vielen als Zeugen feuchterer Zeiten in Wüstengebieten betrachtet. Andere wiederum gehen davon aus, dass es sich bei Wadis um die typische Talform des ariden Klimas ohne Mitwirkung von früheren Feuchtzeiten handelt.

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30Juni2008

Durchbruchstäler

Veröffentlicht von reinxen unter: Spezielle Talformen.

Ein Durchbruchstal ist ein senkrecht ins Gestein geschnittenes Tal, das die Gesteinsbarriere durchbrochen hat.
Durchbruchstäler fließen quer durch ein Gebirge von einem Tiefland auf der einen Seite in ein Tiefland auf der anderen Seite.

DurchbruchstalMeist steht das Gebirge schräg oder quer zur generellen Fließrichtung, und das Gewässer erodierte es im Laufe von Jahrmillionen entlang tektonischer Schwäche- oder Störungslinien. Dem Geologen bietet ein Durchbruchstal interessante Sichten auf die Gesteine und die Verbiegungen ihrer Schichten seit der Gebirgsbildung.

Da sich Bergregionen oft bis heute um 1-3 mm pro Jahr heben, tiefen sich manche Flüsse im selben Maß ein. Das Geröll und der Kies wird bei Hochwasser in die Becken des Oberlaufs bzw. unterhalb der Durchbrüche abgelagert, während Feinkies und Sand mehrheitlich in den Hauptfluss gelangen.

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30Juni2008

Canyon

Veröffentlicht von reinxen unter: Spezielle Talformen.

Cañons entstehen durch Einschneiden eines Flusses in einer Ebene, der sich in einem langen Erosionsprozess in das Plateau hineingräbt. Es entstehen dabei herausragende Klippen, weil Schichten härteren Gesteins gegenüber der Erosion resistenter sind und diese freigelegt werden, wohingegen darunterliegende morphologisch weichere Schichten stärker ausgeräumt werden. Durch die unterschiedliche Härte entstehen letztlich getreppte Hänge.

CanyonCañons kommen in trockenen Gegenden häufiger vor, da die Verwitterung dort einen geringeren Effekt als in feuchteren Gebieten hat, so daß die umliegenden Hochflächen erhalten bleiben und die Wände des Cañons nicht abgeflacht werden. Cañons formen sich häufig aus widerstandskräftigem Sandstein oder Granit. Es gibt auch unterseeische Cañons, typischerweise bei Flussmündungen als unterseeische Verlängerung des Flusslaufs. Besonders enge Canyons werden als Slot Canyon bezeichnet, ein Beispiel ist der Antelope Canyon im Norden Arizonas.

Dass die großen Cañonsysteme des Himalaya weitgehend unzugänglich sind, führte dazu, dass sie üblicherweise nicht weiter in Betracht gezogen wurden bzw. noch unbekannt waren, wenn früher nach den weltgrößten Cañons gefragt wurde. Tatsächlich ist aber der Yarlung Zangbo Canyon in Tibet (VR China) am Laufe des Brahmaputra der tiefste Cañon der Welt und auch etwas länger als etwa der Grand Canyon in Arizona (USA), der lange als weltgrößter Cañon galt. Auch auf den Plätzen zwei und drei folgen Cañons im Himalaya, nämlich der Kali Gandaki Canyon in Nepal und der unzugängliche Polung Zangbo Canyon in Tibet.

Außerhalb des Himalaya sind der schon erwähnte Grand Canyon in Arizona (USA), der Fish River Canyon in Namibia und der Blyde River Canyon in Südafrika als besonders große Cañons zu nennen. Besonders tief ist der Colca Cañon in Arequipa (Peru). Erwähnenswert ist auch das Cañonsystem des Barranca del Cobre im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua, das mit seinen zahlreichen Cañons eine besonders große Fläche überzieht.

Cañonähnliche Täler gibt es in Europa beispielsweise auf Kreta mit der Samaria-Schlucht, in Kroatien im Nationalpark Paklenica und auf Mallorca mit dem Torrent de Pareis. Der tiefste Cañon auf dem europäischen Kontinent ist mit bis zu 1300 Metern die Schlucht der Tara in Montenegro. Das größte Grabensystem des Sonnensystems stellen die Valles Marineris auf dem Planeten Mars dar.

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29Juni2008

Schlucht

Veröffentlicht von reinxen unter: Spezielle Talformen.

Eine Schlucht ist ein enger, steiler Taleinschnitt, meist in einem Gebirge. Die Talbegrenzung besteht aus Wänden oder steilen Hängen.
Schluchten entstehen durch Einschneiden selbst kleinerer Wasserläufe in standfestes, massiges Gestein.
Bevorzugt bildet sie sich in Tiefengesteinen wie Granit. Die Tiefenerosion überwiegt die Denudation stark.

Schlucht ist die allgemeine geomorphologische Bezeichnung für einen engen, steilwandigen Einschnitt in einem Gebirge und damit für eine Talform.

SamariaSchluchtKreta Schluchten entstehen durch Einschneiden selbst kleinerer Wasserläufe in den Untergrund. Hierbei überwiegt die Tiefenerosion stark gegenüber der Verbreiterung, so dass sich keine breite Talsohle ausbilden kann. Voraussetzung für das Entstehen einer Schlucht mit steilen Wänden ist entsprechend standfestes Gestein. So findet man am unteren Neckar neckarabwärts erst ab Binau Schluchten, wo der Buntsandstein die Oberfläche erreicht und den Muschelkalk als Oberflächengestein ablöst. Werden die Seitenwände der Schlucht zu hoch, kommt es zu Rutschungen oder Felsstürzen. Aus Schluchten können sich Kerbtäler entwickeln.

Schluchten können ideal für den Bau eines Staudammes sein. In vielen touristisch erschlossenen Gegenden, wie z.B. Kreta oder Österreich, werden Rafting oder Trekking-Ausflüge angeboten, die aufgrund der latenten Bedrohung bei Gewittern und den daraus resultierenden Wassermassen nur in Begleitung von anerkannten Führern gemacht werden sollten.

SchluchtenSchluchten können sehr groß und auch wasserfrei sein; besonders enge und steile, zumeist wasserdurchströmte Schluchten werden im Oberdeutschen als Klamm bezeichnet. Im Alpenraum, insbesondere in der Ostschweiz, werden unzugängliche Schluchten als Tobel bezeichnet, welche meist einen V-förmigen Einschnitt haben. Im süddeutschen Raum, und zwar speziell im Keuperbergland und am unteren Neckar, werden Schluchten daher auch Klingen genannt.

Von Schluchten zu unterscheiden sind Canyons (auch Cañons), deren Hänge in horizontal lagernden Gesteinsschichten treppenförmig ausgebildet sind.

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