28 Juni 2008
Klamm
Geschrieben von reinxen under: Grundlegende Talformen .
Eine Klamm entsteht bei sehr kräftiger Tiefenerosion eines Flusses.

Seitenerosion und Denudation spielen dabei keine oder nur eine untergeordnete Rolle.
Klammtäler haben deshalb Wände als Talbegrenzung, der Fluss füllt den Talgrund vollständig aus.
28 Juni 2008 at 23:00.
Klamm ist die oberdeutsche Bezeichnung für ein tiefes und enges Tal mit sehr geringem Breiten-Tiefen-Verhältnis, durch das ein Gebirgsbach fließt. Als klammförmiges Durchbruchstal steht auch Zwang.
In einer Klamm fließt das Wasser stellenweise recht reißend – je nach Ausbildung des Gesteins – meist an sehr engen Stellen. Es gibt Klammen, deren Felswände sich an manchen Bereichen nur wenige Meter voneinander gegenüber stehen. Die Klamm ist ein tiefes Tal mit senkrechten, teils überhängenden Talwänden.
Eine Klamm entsteht dadurch, dass sich ein fließendes Gewässer in einem Zeitraum von vielen tausend Jahren in das Gestein einschneidet und sich tiefe Schluchten bilden – meist durch Schmelzwasser von Gletschern nach der Eiszeit.
Dies wird dadurch begünstigt, dass kleinere Gletscher in Nebentälern durch ihre geringere Eisauflast das Gestein weniger tief ausschürfen konnten als die größeren Gletscher der Haupttäler (siehe Hängetal).
Somit ist der Höhenunterschied zur lokalen Erosionsbasis vorerst relativ groß und die Wasserläufe dieser Nebentäler schneiden sich durch rückschreitende Erosion dementsprechend tief bis auf das Niveau ihres Vorfluters in das Gestein ein. Voraussetzung für die Entstehung einer Klamm ist ein hartes Festgestein.
Gegenüber der lang anhaltenden Tiefenerosion ist Denudation an den stellenweise gar überhängenden Klammwänden unwesentlich, wodurch die einschneidende Form entsteht und nahezu kein Hangabtrag stattfindet.
Viele Klammen wurden durch Stege, Brücken und Stollen für Besucher begehbar gemacht.
8 Juli 2008 at 18:57.
Die Klamm
Das Flussbett der Klamm wird von nahezu senkrechten, teils überhängenden Wänden umgrenzt, die Klamm ist die steilste Talform. Das Wasser hat eine Schneise durch das Gestein geschlagen, ohne dabei die Talwände abzutragen. Damit die Seiten des Tales nicht verwittern, muss das Gestein, welches den Fluss umgibt, sehr hart sein. Das Wasser muss große Kräfte entfalten, um sich in solch hartes Gestein eingraben zu können. Kraft bezieht das Wasser durch sein Gefälle. Starkes Gefälle an Flussoberläufen sorgt für stürzende Wassermassen mit hoher Fließgeschwindigkeit. Das Wasser kann so gewaltige Mengen an Erosionswaffen mit sich reißen. Diese sorgen im weiteren Verlauf des Flusses dafür, dass sich der Wasserstrom auch in den harten Untergrund kontinuierlich eintiefen kann. Klammen lassen sich daher besonders im Alpengebirge und an den Oberläufen von Flüssen antreffen.
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