29 Juni 2008

Inntal

Geschrieben von reinxen under: Tiroler Täler .

Vom Inn durchflossen, ist das Inntal ein von Südwesten nach Nordosten die Ostalpen durchquerendes Tal.

Es wird eingeteilt in das Ober- und Unterengadin im schweizerischen Kanton Graubünden, das Tiroler Oberinntal und Unterinntal und das bayerische Inntal, bevor es bei Rosenheim in das Alpenvorland übergeht. Gelegentlich wird das Inntal im Großraum Innsbruck auch als Mittelinntal bezeichnet, mehr in kultureller denn in geografischer Hinsicht.

InntalDas Inntal ist ein typisches Gletscher-Trogtal mit steilen Flanken und entsprechend dem einst mächtigen eiszeitlichen Inn-Gletscher hoch liegenden Schultern. Auch nach dem Austritt aus den Alpen bei Fischbach ist das Inntal bis über Wasserburg am Inn hinaus geprägt durch den Inn-Gletscher, der hier das Rosenheimer Becken ausgehoben hat und an dessen Rand hohe Endmoränen hinterlassen hat.

Das Inntal bietet im Oberlauf vielfältige Möglichkeiten für den Wassersport, vor allem für Wildwasserpaddeln und Rafting, auf den Oberengadiner Seen (Silsersee, Silvaplanersee und St. Moritzersee) auch für Windsurfen.

Den Inndamm begleitet auf weiten Strecken ein Radweg, der auch für ausgedehnte Radtouren geeignet ist. Entlang des Inn liegen viele Baggerseen, die durch Kiesgewinnung entstanden sind. Zwischen Kufstein und Oberaudorf/Niederndorf verkehren linienmäßig Personenschifffe. Um die Geschichte des Inn und der Innschifffahrt zu dokumentieren, wurde in Rosenheim das Inn-Museum eingerichtet.

Da es im Inntal über den Inn früher nur wenige Brücken gab und diese auch gebaut werden und repariert werden mussten, verlangte man Brückenzoll. So wurde zum Beispiel in Zams schon im Mittelalter den Fuhrwerken der Brückenzoll abverlangt.

3 Kommentare bisher...

29 Juni 2008 at 12:56.

Den das Inntal prägende Fluss ist der Inn

Der Inn (lat. Aenus, rätoroman. En), ist ein rechter, 517 km langer Nebenfluss der Donau in der Schweiz, in Österreich und Deutschland. Der mittlere Abfluss beträgt 730 m³/s an der Mündung bei Passau.
Zeitweilig führt er hier mehr Wasser als die ihn aufnehmende Donau, was mit seinem Charakter als Gebirgsfluss zusammenhängt.

Der Fluss entspringt beim Malojapass im Schweizer Engadin in 2.484 m Höhe aus dem Lunghinsee. Er durchfließt den Silser-, den Silvaplaner- und den St. Moritzersee.

Der Ursprung liegt nächst einer dreifachen Wasserscheide (Nordsee, Schwarzes Meer, Adria).

Nach dem Passieren der österreichischen Grenze bei Hochfinstermünz fließt er durch das Oberinntal, im österreichischen Bundesland Tirol und die Landeshauptstadt Innsbruck ins Unterinntal. Zwischen Kufstein und Erl verläuft die deutsch/österreichische Staatsgrenze in der Flussmitte, danach durchquert er die südöstliche Ecke Bayerns und markiert ab der Mündung der Salzach wieder die deutsch/österreichische Grenze. Am unteren Inn befinden sich mehrere große Stauwerke. Hier erstreckt sich über eine Länge von 55 Kilometern das Europareservat Unterer Inn.

Der Inn mündet in Passau in die Donau. Das Wasser des Inns, das aus den Alpen kommt, ist grün, das der Donau blau und das der aus einem Moorgebiet kommenden Ilz schwarz, so dass die Donau ein längeres Stück nach dem Zusammenfluss drei Wasserfarben (grün/blau/schwarz) aufweist. Auffallend ist dabei, wie stark das grüne Wasser des Inns das Wasser der Donau beiseite drängt. Dies hängt neben der zeitweise sehr großen Wassermenge des Inn hauptsächlich mit der stark unterschiedlichen Tiefe der beiden Gewässer (Inn: 1,90 Meter / Donau: 6,80 Meter) zusammen – „der Inn überströmt die Donau“. Zwar führt der Inn im Jahresmittel auch etwa fünf Prozent mehr Wasser als die Donau selbst, doch rührt dies hauptsächlich von den starken Hochwässern des Inns bei der Schneeschmelze her, während die Donau eine deutlich konstantere Wasserführung aufweist – sie führt die meiste Zeit des Jahres (Oktober bis April) mehr Wasser mit sich. Auch wenn der optische Eindruck es also nahe legt, von der Mündung der Donau in den Inn zu sprechen, ist die Namensgebung „Donau“ für den sich ergebenden Strom gerechtfertigt – nicht nur durch die Länge der zurückgelegten Wegstrecken (Donau: 647 km / Inn: 510 km).

1 Juli 2008 at 22:56.




6 Juli 2008 at 17:32.

Ein Seitental des Inntals im österreichischen Bundesland Tirol ist das Ötztal

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